Sonntag, 17. Januar 2016

[Rezension] "Winterglück" von Debbie Macomber


Winterglück
© Verlagsgruppe Random House GmbH


ein paar Daten

erschienen am 19.10.2015
im blanvalet Taschenbuch Verlag
416 Seiten
1. Teil der Rose Harbor-Reihe

Cover

Ich habe dieses Buch sofort anhand des Covers ins Auge gefasst und nach kurzem Überfliegen der Inhaltsangabe gekauft.
Das Cover ist wunderschön. So könnte ich auch mir mein dekoriertes  Küchenfenster vorstellen.

Klappentext

Nach einem schweren Schicksalsschlag beschließt Jo Marie Rose, noch einmal neu zu beginnen um endlich ihren Frieden zu finden. Sie zieht in das beschauliche Küstenörtchen Cedar Cove und eröffnet ein gemütliches kleines Bed&Breakfast – das Rose Harbor Inn. Bald schon kann sie ihre ersten Gäste begrüßen, die beide aus Cedar Cove stammen – Abby Kincaid und Joshua Weaver. Dass beide nicht ganz freiwillig in ihre Heimatstadt zurückkehrten, merkt Jo Marie sehr schnell. Ein turbulentes Wochenende steht ihnen bevor, doch am Ende schöpfen alle drei neue Hoffnung für die Zukunft …

meine Meinung

Wir lernen zuerst Jo Marie kennen, die einen schweren Schicksalsschlag verkraften muss. Vor wenigen Monaten verlor sie ihren Ehemann. Um sich aus ihrer Trauer ein wenig befreien zu können, beginnt sie einen neuen Lebensabschnitt und kauft in einem nahgelegenen Küstenort ein kleines Bed & Breakfast. Man begleitet den Beginn ihrer neuen Tätigkeit und wie sie sich nach und nach mit ihrem neuen Wohnort anfreundet und auch von den Bewohnern der Stadt wohlwollend aufgenommen wird.
Jo Marie ist eine sehr sympathische Frau, die trotz Kummer nach vorn sieht und das beste aus ihrer Situation macht. Nach kurzer Zeit nimmt sie sogar einen Mitbewohner auf, der ihre Hilfe benötigt, aber umgekehrt auch Jo Marie neue Energie schenkt.

Neben Jo Marie's Geschichte erleben wir aber noch zwei weitere Erzählstränge. Jo Marie bekommt nämlich ziemlich schnell zwei Gäste nach Rose Harbor Inn. Da wäre zum einen Joshua, der wegen eines schweren Krankheitsfall in seiner Familie nach Cedar Cove gerufen wurde. Und dann kommt auch noch Abby, die wegen der Hochzeit ihres Bruders in der Stadt ist.
Beide wollen eigentlich nicht wirklich in der Stadt sein und nur ihr Pflichtgefühl hält sie davon ab, sofort wieder zu verschwinden. Zu schlimm und aufwühlend sind die Erinnerungen an vergangene Ereignisse.

Die Geschichte von Jo Marie, Joshua und Abb wird immer abwechselnd erzählt. Teilweise war es für mich etwas schwierig, das ganze auseinander zu halten. Die Kapitel sind manchmal recht kurz und der Perspektivwechsel kam dadurch sehr schnell. Doch ansonsten konnte ich mich recht gut in die einzelnen Geschichten reinfinden.

Abby's Geschichte hat mir etwas besser gefallen als die von Joshua. Für mich war sie glaubhafter und in der Kürze des Buches war der Verlauf und der Ausgang völlig schlüssig.
Bei Joshua kam mir der Sinneswandel gegenüber seines Stiefvaters etwas zu konstruiert und vorhersehbar vor. Ein anderer Ausgäng hätte aber auch nicht zur Stimmung des Buches gepasst.
Das einzige, was mich an Jo Marie ein klein wenig gestört hat, war ihre Neugier ihren Gästen gegenüber. Sie konnte sich zwar bei den Gesprächen gut zurückhalten, aber bei ihren zu lesenden Gedankengängen bekam man es eben mit, dass sie schon neugierig war. Aber das ist nur eine persönliche Einschätzung und meine eigenen, vielleicht übertriebenen Empfindungen.

Fazit

Ein sehr empfehlenswertes Buch mit einer schönen ruhigen Grundstimmung. Und doch vereint es so viele emotionale Themen wie zum Beispiel Trauer, Zurückweisung und Selbstzweifel.
Es hat mir einige gute Lesestunden beschert und ich freue mich schon auf die nächsten Bände, die noch dieses Jahr erscheinen werden.

Bewertung



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