Montag, 29. Februar 2016

[Rezension] "Bodyguard - Spezialauftrag: Liebe" von Corinna Bach

Bodyguard 

einige Daten

erschienen am 1. Juli 2014
bei Sieben Verlag
300 Seiten

Inhalt
von © 2010 - 2016 Sieben Verlag 

Als der Personenschützer und gelegentliche Türsteher exquisiter Clubs ist Ruben Benning hocherfreut, als ihm ein äußerst lukrativer Bodyguard-Job angeboten wird. Darüber hinaus verspricht die Sache, einfach zu werden. Doch als sich herausstellt, dass sein Klient niemand anderes als der arrogante, reiche Niklas Sauter ist, verfliegt die Freude schnell. Ruben und Niklas kennen sich - und ihre erste Begegnung war alles andere als ein Vergnügen. Ruben nimmt den Auftrag dennoch an und erkennt bald, dass Niklas seine Homosexualität verdrängt.
Niklas ist wenig begeistert, einen Babysitter auf den Hals gehetzt zu bekommen, der zudem noch in der Lage ist, seine tiefsten Geheimnisse zu erkennen.

Doch bevor die beiden ihre Situation auch nur ansatzweise überdenken können, überschlagen sich die Ereignisse und Niklas gerät in Lebensgefahr.

Cover

Das Cover passt ganz gut zur Geschichte. Der Mann auf der linken Seite geht relativ forsch auf den Mann auf der rechten Seite zu, während dieser zurückhaltend wirkt. Allerdings passt dieser nicht ganz zu meiner persönlichen Vorstellung von Niklas.

mein Leseeindruck

Wir lernen zuerst Ruben kennen, der als Türsteher in einem Club arbeitet. Recht schnell wird dem Leser vermittelt, dass er zwar seinen Job ordentlich erledigt, jedoch keinerlei Ambitionen hat, mehr aus seinem Leben zu machen. Er macht den Anschein, er hat sich selbst noch nicht gefunden, findet sich aber auch damit ab.
Bei einer unangenehmen Situation vor dem Club lernt er Niklas kennen und gerät ungewollt mit ihm aneinander.
Schon bald sehen sie sich wieder, denn Ruben bekommt einen neuen Job angeboten. Er soll als Bodyguard für einen reichen Playboy arbeiten und das ist natürlich Niklas. Sofort ist eine negative Grundstimmung zwischen den beiden vorhanden. Trotzdem nimmt Ruben den Auftrag an.

Obwohl es einige Anfangsschwierigkeiten gibt, raufen sie sich ganz gut zusammen. Niklas ist zwar nicht begeistert, dass er jetzt einen Aufpasser hat, doch Ruben schafft es ziemlich gut mit seiner ruhigen Art ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.
Doch etwas ganz Persönliches kommt ihnen immer wieder in die Quere. Während Ruben sein Coming Out schon längst hinter sich hat, wird Niklas erst langsam bewusst, dass er Gefühle entwickelt, die ihm fremd sind  und ihn verwirren.

Ich wurde leider mit den beiden Protagonisten nicht wirklich warm. Niklas Entwicklung kann ich noch nachvollziehen, denn in seiner Erziehung ist wohl so einiges schief gelaufen.
Ruben passt aber so gar nicht in die Rolle des Bodyguards. Ihm fehlen zu viele Attribute, um als wirklich zuverlässig zu wirken. Schon in der Anfangsphase seiner Tätigkeit als Beschützer macht er Dinge, die mit dem Berufsethos nicht vereinbar sind. Als dann der Obergau eintritt und Niklas entführt wird, wirkt er ziemlich hilflos und auch überfordert. Ganz besonders gestört hat mich dann allerdings, dass Ruben am Ende der Rettungsaktion die Überwachung kurzerhand völlig ausser Acht lässt, um seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Das wirkte sehr unrealistisch.

Fazit

Eine Geschichte, die sich leicht und flüssig lesen lässt, jedoch konnten mich die beiden Protagonisten und teilweise deren Handlungen nicht überzeugen. Man hätte sicher einiges mehr aus der Story herausholen können. Trotzdem war es ein nettes Lesevergnügen.

Bewertung
   
 

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